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Das Leben der Biene

Eine komplexe Sache so ein Bienenvolk. Wie eine große Familie, nur viel erbarmungsloser. Jedes Individuum im Volk zieh an einem Strang, denn jeder hat dasselbe Ziel – so viel Honig wie möglich produzieren, um zu überleben! Jede Biene übernimmt dafür im Laufe ihres Lebens verschiedene Aufgaben, die von der Brutpflege über den Stockbau bis zur Suche nach Nektar reichen. Die Männer im Volk und die Königin, übernehmen dabei nur eine Aufgabe, sie widmen ihr Leben der Fortpflanzung. Die Drohnen, wie man die männlichen Bienen nennt, befruchten die Königin beim Hochzeitsflug und sterben danach. Dabei nimmt die Königin Spermien von ca. 12 Drohnen auf, beginnt danach mit der Eiablage und wird nach drei bis fünf Jahren, bei schwindender Legeleistung von den eigenen Kindern ausgetauscht.

Vom Ei zur Biene

Die Königin legt nur eine Art Ei ab und trotzdem entwickeln sich unterschiedliche Bienen daraus, denn einzig und allein die Art des Futters bestimmt, wie sich eine Made entwickelt. Arbeiterinnen entstehen aus befruchteten Eiern und bekommen in den ersten drei Tagen Futtersaft aus den Drüsen der Bienen, danach gibt’s nur noch Pollen und Honig. Nach 16 Tagen schlüpft dann eine Arbeiterin aus der Wabe und beginnt mit der Versorgung anderer Maden ihr Leben bis Sie im Sommer nach ca. fünf Wochen wieder stirbt. Bis zu 60.000 fleißige Arbeiterinnen kümmern sich um die Aufgaben im Volk.

Besteht die Notwendigkeit eine neue Königin heranzuziehen werden die Waben vergrößert und die Maden werden, bis zur Verpuppung der Made, mit dem Futtersaft der Bienen gefüttert. Durch das besondere Futter bilden sich die Geschlechtsorgane vollständig aus und nach 21 Tagen schlüpft eine neue Königin. Das Volk setzt bei der Aufzucht einer neuen Königin nicht nur auf ein Pferd und zieht mehrere Königinnen gleichzeitig auf. Die erste die schlüpft, tötet dann alle anderen Königinnen in ihren Waben.

Von Mai bis August ziehen die Völker Drohen aus unbefruchteten Eiern auf. Einige hundert bis tausend Drohnen befinden über den Sommer im Volk, bis sie Ende August aus dem Stock getrieben werden und verhungern. Ein Drohn beteiligt sich nämlich nicht an der Futtersuche oder anderen Aufgaben und würde im Winter kostbares Futter verbrauchen, ohne einen Nutzen zu stiften. Über den Sommer sammeln sich die Drohnen verschiedener Völker an bestimmten Sammelplätzen und warten auf vorbeifliegende Königinnen, die Sie dann im Flug versuchen zu begatten.


Der Lebenszyklus der Arbeiterinnen

Das Leben der Arbeiterinnen im Volk ist durch einen festgelegten Zyklus bestimmt, währenddessen die Aufgaben der Bienen immer gefährlicher werden. Die Bienen beginnen ihr Leben damit zwei Wochen lang die Brut zu versorgen und zu pflegen. Danach gehen sie dazu über den Stock auszubauen und den gesammelten Honig zu verdauen und zu trocknen. Nach einer Woche ist damit dann Schluss und Bienen verlassen den Stock um Nektar zu sammeln. Zu Beginn dieser letzten Lebensphase, sammeln die Bienen den Nektar den die Sucher gefunden haben. Mit Hilfe der Sonne und eines Tanzes, teilen die Sucher den Bienen mit, wo genau sich die gefundene Nektarquelle befindet. In den letzten Tagen ihres Lebens gehen die Bienen dann dazu über, selbst nach Nektar zu suchen. In Abhängigkeit der Trachtverhältnisse gibt es mal mehr und mal weniger Flugbienen in Aktion. In Zeiten in denen es nur wenig Nahrungsquellen gibt, verbleiben beispielsweise einige Flugbienen im Stock, wehren Feinde ab (manchmal auch den Imker), regulieren das Stockklima oder helfen bei anderen Aufgaben.


Die Arbeiterinnen die kurz vor dem Winter schlüpfen überleben den ganzen Winter und ziehen dann im Frühling die ersten Generation des neuen Jahres groß. Dabei übernehmen sie andere Aufgaben als die Bienen im Sommer, denn im Winter gibt es weder Nektar zu sammeln noch Brut zu pflegen. Über den Winter hinweg besteht die einzige Aufgabe darin den Stock zu heizen um nicht zu erfrieren. Dafür vibriert ein Teil der Bienen mit der Flügelmuskulatur, während sich der andere Teil ausruht und für die nächste Schicht stärkt. Die Bienen erreichen dabei um die 30°C in ihrer Mitte und wärmen sich selbst und den Honig an.

Quellen

  • http://www.digitalefolien.de/biologie/tiere/insekt/biene/entw.html
  • http://www.bee-careful.com/de/initiative/der-hochzeitsflug-der-bienenkoenigin/
  • http://www.imkerverein-buechertal.de/Biologie_Bienenvolk.php

Bildquellen

  • http://www.bee-careful.com/de/bienenleben/honigbiene/
  • http://www.hinterhofhonig.de/
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Woher kommt unser Honig?

Die Honigregale in unseren Supermärkten sind voll, die Auswahl ist riesig. Honig vom Erwerbsimker aus der Region für 6€ steht gleich über dem Langnese Honig für 3€. Die Preisspanne dazwischen wird von vielen weiteren Honigen aufgefüllt und so ist für jeden Honigliebhaber etwas im Regal dabei. Nun stellt sich die Frage ob der Honig für 3€ genauso gut ist wie der für 6€ und wenn ja, warum ich den Honig für 6€ kaufen sollte?

Der deutsche Honigmarkt

Das Thünen-Institut hat den deutschen Honigmarkt in einer Studie analysiert. Die verwendeten Daten kommen vom Deutschen Imkerbund (DIB), der Daten wie beispielsweise Anzahl der Imker, geernteter Honig, etc. erhebt. Laut der Studie konsumiert jeder Deutsche ca. 1kg Honig im Jahr. Dazu gehört neben dem klassischen Honigbrötchen auch Honig als Süßungsmittel in anderen Lebensmitteln. In Bäckereien und ähnlichen Geschäften wird jedoch eher Industriehonig (stark erhitzter Honig) als Imkerhonig verarbeitet. 1kg Honig pro Kopf im Jahr machen 80.000t für ganz Deutschland, bei einer jährlichen Produktion von ca. 27.000t. Damit ist Deutschland in der EU das Land mit dem größten Honigverzehr. Um den enormen Bedarf zu decken, müssen jährlich 53.000t Honig importieren werden. An dieser Stelle fängt an klar zu werden, wo die Preisunterschiede entstehen. Die Erzeugungskosten in den Herkunftsländern unseres Importhonigs variieren stark, die Qualität ebenso.

Betrug auf dem Markt

Wenn das Angebot die Nachfrage nicht decken kann, muss das Angebot korrigiert werden und das passiert indem Honig mit Sirup (i.d.R. Reissirup) gestreckt wird. Gut nachvollziehen lässt sich das aufgrund der geringen Produkionsmenge beim Manukahonig. Laut eines Artikels der FAZ (leider ohne weitere Quellenangabe) von 2017 gab es 2016 ca. 10.000t Manuka Honig auf dem Markt und das obwohl nur 1.700t in Neuseeland geerntet wurden. Traurig in welchem Ausmaß man teilweise über den Tisch gezogen wird, wenn man im Hinterkopf behält, das ein Kilo Manuka Honig um die 250€ kosten kann. Der Verdacht liegt daher nahe, dass auch normaler Honig gestreckt wird. 2002 wurde das auch schon nachgewiesen. Von 2002 bis 2004 durfte Honig aus China nicht mehr importiert werden, weil dieser stark gestreckt war. Wie wirksam so ein Importverbot ist kann man sich ja mal zu Gemüte ziehen. Netflix hat zu diesem Thema eine schöne Folge für die Serie Rotten (deutsch: verrottet) produziert. Dort wird beschrieben wie Fässer aus China in einem anderen asiatischen Land umetikettiert und weiter geschickt werden. Sei’s drum – Betrüger können nur durch Kontrollmechanismen oder den Markt selbst aufgehalten werden. An ersterem arbeiten deutsche Institute fieberhaft und am zweiten Punkt können nur Sie – die Kundschaft etwas ändern.

Honig aus China

Herr Walter Haefeker, Präsident des Europäischen Berufsimkerverbandes (EPBA) beschreibt in einem Artikel die Bienenhaltung beziehungsweise die Art wie in China Honig geerntet wird. Laut Aussage von Herrn Walter Haefeker ernten die Chinesen pro Bienenvolk extrem viel Honig! Um verstehen zu können was die Chinesen anders machen, muss man erstmal verstehen wie die Bienen ihren Honig einlagern. Bienen tragen den Nektar ein, verarbeiten ihn im Honigmagen, trocknen ihn über Tage hinweg auf ihren Zungen und setzen ihm dabei Enzyme bei. Letzten Endes werden die Waben verdeckelt und der Honig reift weiter bis der Imker die Wabe entnimmt, den Deckelwachs entfernt und die Waben ausschleudert. Das nimmt natürlich Zeit in Anspruch!
In China entnimmt man die Waben mit ihrem ungereiften und viel zu flüssigen Honig nach wenigen Tagen, schleudert den Honig aus und trocknet diesen industriell. Klar, vorab muss der Honig gefiltert werden, weil durch den hohen Wassergehalt die Honige auf dem Weg in die Fabrik anfangen zu gären und Hefe wieder raus muss. Der Honig verliert dabei alle Schwebstoffe (Blütenpollen) und die Enzyme der Bienen schaffen es gar nicht erst in den Honig. Aber! Es ist exportfertiger Honig. Herr Walter Haefeker macht außerdem auf den lustigen Fakt aufmerksam, dass die Chinesische Mittelschicht lieber deutschen Honig importiert als den heimischen zu kaufen. Allein dieser Fakt spricht für sich.

 

Allgemeines Problem mit Importhonigen

Glücklicherweise importieren wir den Großteil unseres Honigs aus anderen EU Ländern in denen es bessere Lebensmittelkontrollen gibt als in China. „Honig aus EU Ländern“ – das steht auf dem Honig im Supermarkt hinten drauf. Warum aus EU Ländern und nicht genau das Land, aus dem der Honig kommt? Weil das Produkt immer gleich schmecken soll, Honig aber nie gleich schmeckt! Es gibt immer Variationen im Geschmack, selbst von Volk zu Volk am gleichen Stand. Um den standardisierten Geschmack zu reproduzieren werden Honigsorten aus verschiedenen Quellen gemischt. An sich auch kein Problem! Hier gibt es Preisunterschiede auf Grund der unterschiedlichen Erzeugerpreise.

Problematisch sind die Inhaltsstoffe, die mit dem ausländischen Honig nach Deutschland kommen. In Deutschland gilt die Amerikanische Faulbrut als Seuche. Das heißt folgendes: Ein Bienenvolk am Stand ist erkrankt? Alle Völker am Stand müssen erneuert (Rahmen, Beuten, Böden mit Lauge Auskochen oder abflammen und die Bienen auf komplett neue Rahmen setzen – dafür braucht man natürlich solche Rahmen) oder getötet werden. Diese Vorgehensweise ist richtig, weil sie zur Gesundheit der Bienen beiträgt und diese schützt, wird aber (nach meinem Kenntnisstand) in keinem anderen Land so verlangt, weil diese Krankheit nur in Deutschland als Seuche gilt. Ausländische Imker, die den Honig solcher befallener Völker ernten, tragen zur Verbreitung der Faulbrut bei, weil die Sporen dieser Krankheit im Honig landen. Kippt dann mal ein Fass in einer Abfüllanlage um und Bienen heimischer Imker sammeln den Honig auf oder man meint es zu gut und stellt ein bisschen Honig aufs Fensterbrett verbreiten sich die Sporen und die Faulbrut kann bei entsprechender Sporenbelastung ausbrechen.

Im Dresdner Westen grassiert die Faulbrut seit 2016 und hat viel Schaden und Aufwand verursacht. Der Dresdner Imkerverein kämpft seit Beginn gegen die Seuche und hilft bei der Informationsverbreitung, der Vorsorge und der Erneuerung der Völker. Bisher konnte die Verbreitung der Seuche auf diesem Weg eingedämmt aber nicht vollends aufgehalten werden. Die untere Abbildung zeigt Ihnen die Verteilung der Sperrbezirke, die um befallene Völker errichtet werden müssen und damit auch die Verbreitung der Faulbrut vom März 2018.
Vielleicht achten Sie ja in Zukunft darauf, wo der Honig im Einkaufskorb herkommt und unterstützen die deutschen Imker und Hobbyimker und deren Bienen in ihrer Arbeit.

Quellen

  • https://nearbees.de/blog/honig-industrie-weltmacht-china/
  • http://ageconsearch.umn.edu/bitstream/249851/2/Efken_WP66.pdf
  • http://stadtplan2.dresden.de/(S(p22ifkvydd3u5icely5vbiok))/spdd.aspx?permalink=dnPuVEJ
  • http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/agenda/der-betrug-mit-manuka-honig-14856745.html
  • http://deutscherimkerbund.de/161-Imkerei_in_Deutschland_Zahlen_Daten_Fakten
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Wie überwintern Bienen?

Unsere Europäische Honigbiene ist die einzige Bienenart in Europa, die als Volk überwintert. Die Völker anderer Bienenarten und Wespen brechen zusammen und entwickeln sich im Frühjahr neu. Nur weil unsere Honigbiene als Volk überwintert, sind wir überhaupt in der Lage Honig, den Wintervorrat der Bienen zu ernten. Würde die Honigbiene nicht als Volk überwintern, würde keine Notwendigkeit bestehen Wintervorräte anzulegen und es gebe keinen Honig.

Aber was machen die Bienen im Winter? Bienen schlafen nicht, wie man vielleicht vermuten mag. Auch wenn man sie nicht sieht, leisten Bienen im Winter Schwerstarbeit. Damit niemand im Stock erfrieren muss, vibrieren die Bienen mit ihrer Flügelmuskulatur und heizen so den Stock. Schwerstarbeit bei der viele Bienen sterben. Um als Volk über den Winter zu kommen und nicht zu viele Arbeiterinnen zu verlieren, rückt das ganze Volk zusammen und bildet die sogenannte Wintertraube. Ein Ball aus Bienen in dessen Mitte es bis zu 30°C warm werden kann. So wandert das Volk von einer Wabe zu nächsten und wandelt den eingelagerten Honig in Wärme um, bis der Frühling klopft und der erste Brutzyklus eingeleitet werden kann.

Eingriffe des Imkers

Im Winter lässt der Imker meist die Hände von den Völkern, um das sensible Klima im Volk nicht unnötig zu belasten. Einzig und allein bei einer Varroa-Behandlung müssen die Völker für kurze Zeit geöffnet werden. Damit dem Imker nicht zu langweilig wird, kontrolliert er ab und das Gewicht der Beuten, um den Futterverbrauch festzustellen und gegebenenfalls eine Notfütterung einzuleiten.

Quellen

https://www.die-honigmacher.de/kurs1/seite_42301.html
http://kinder.wochenblatt.com/wissen/natur/wie-ueberwintern-honigbienen/

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Wildbienen? Noch nie gesehen!

Wenn ich mich über Bienen unterhalte oder davon lese, geht es in der Regel um die Honigbiene oder viel mehr denke ich dabei immer an diese Sorte Biene. Irgendwie drehen sich auch alle Schutzmaßnahmen darum, die Honigbiene zu schützen, wie sollte man also auch auf andere Gedanken kommen. Also trage ich bei Gesprächen immer das Bild mit mir rum, wie Bienen in ihrem Stock sitzen und in gemeinschaftlicher Arbeit Wintervorräte anlegen. Ab und an hört man dann aber doch mal wieder was von Wildbienen, gesehen habe ich die allerdings noch nie… Wo sind denn die großen Stöcke, irgendwo müsste man die ja mal sehen!

Das man Wildbienen so selten zu Gesicht bekommt, liegt wohl auf der einen Seite daran das sie eben selten geworden sind und auf der anderen Seite daran, dass man vielleicht mit falschen Erwartungen auf die Suche geht. Wildbienen leben entweder einzeln oder in kleinen Verbänden. Wie die Bienen dann so, ganz ohne Vorräte über den Winter kommen, könnte man sich fragen… Wenn man aber daran denkt, dass die Honigbiene das einzige Insekt ist, das als Volk überwintert und sich deshalb einen Wintervorrat anlegen muss, ist die Frage recht schnell beantwortet. Wildbienen überwintern, abhängig von der Art, als Biene oder Larve im Boden oder in irgendwelchen Spalten in Bäumen, Sträuchern und Lehmwänden. Macht also Sinn nicht jede Lücke zu schließen oder jeden abgestorbenen Ast vom Baum zu holen, um diese Tierchen zu unterstützen.

In Deutschland gibt es wohl über 500 Arten der Wildbienen, die sich alle auf verschiedene Lebensräume und teilweise auch auf ganz bestimmte Blütentrachten spezialisiert haben, warum sollten die also selten sein und was heißt überhaupt selten. Also von unseren über 500 Arten stehen über 50% auf der roten Liste, sind also akut vom Aussterben bedroht. Woran das liegt? Naja, wie man so hört soll das ja einzig und allein an der Landwirtschaft bzw. den dort verwendetet Herbiziden und Pestiziden liegen. Stimmt nicht so ganz, denn Wildbienen haben vor allem damit zu kämpfen Nistplätze und Nahrungsquellen zu finden. Das liegt vor allem daran, dass wir viele Flächen versiegeln, die Gärten, Felder und Wälder ausgeräumt sind (gibt es überhaupt noch olle Bäume mit Höhlen und Totholz in den Wäldern?), wir unsere Wiesen immer schön mähen und riesige Monokulturen anlegen. Aus Sicht der landwirtschaftlichen Betriebe und Forstverwaltungen alles verständlich schließlich stehen gerade sie immens unter Kosten- und Konkurrenzdruck. Man beachte, je größer ein Betrieb hinsichtlich bewirtschafteter Fläche, desto mehr Subventionen gibt es. Was das für die kleineren Betriebe bedeutet, die vielleicht noch etwas mehr Wert auch artgerechte Haltung legen muss man ja nicht weiter ausführen. Geld…




Naja, ist natürlich auch ein Problem für Landwirte wenn unsere Wildbienen verschwinden, denn diese Insekten kommen, im Gegensatz zu unserer Honigbiene ohne den Menschen aus und sind effektivere Bestäuber als diese. Überall dort wo kein Imker steht und die Felder bestäuben lässt, muss ja trotzdem was wachsen bzw. geerntet werden. Das Problem ist, das die Wildbienen nachdem auf dem Feld keine Blüte mehr zu sehen ist Probleme haben Nahrung zu finden, denn die meisten Wildbienen entfernen sich nur wenige hundert Meter von ihren Nistplätzen. Aufgrund solcher Monokulturen sind viele Wildbienen in diesen Gebieten einfach verhungert.

Festhalten kann man also folgendes. Durch das gestiegene Interesse der Öffentlichkeit an der Honigbiene, entscheiden sich immer mehr Leute, sich ein paar Bienenstöcke anzuschaffen und schützen so den Fortbestand der Honigbienen ganz gut. Auf wen keiner Acht nimmt, sind die Wildbienen, denn hinter diesen Insekten stehen keine Interessensvertreten wie die Imker, die natürlich gutes wollen aber auch ihre Investitionskosten tilgen müssen. Um die Wildbienen zu schützen müsste sich außerdem politisch einiges ändern. Ausgleichsflächen, Änderung der Richtlinien wie Agrarsubventionen vergeben werden, Zuwendung zu den alten Hecken und Grünstreifen auf den Feldern, Minderung des Holzkonsums, etc. Aber es geht ja auch in die richtige Richtung – zumindest in den Köpfen der Menschen!

Quellen

  • http://www.bee-careful.com/de/initiative/frostige-zeiten-so-ueberwintern-die-wildbienen/
  • https://schleswig-holstein.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten/wespen/19172.html
  • http://www.wildbienen.de/eb-xyloc.htm
  • https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/15573.html