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Leipzig – HonigKuss zieht um!

Freunde! Wir melden uns zurück! Der Abschluss ist im Kasten und der Honig im Glas! Nun ruft die Heimat und die Bienen ziehen mit! Im kommenden Jahr fliegen die Bienen in Leipzig, besser gesagt bei Borna die Blüten an. Unseren Qualitätsmerkmalen bleiben wir treu und setzen weiterhin auf ökologische Materialien in der Imkerei und bei unseren Produkten. Für das kommende Jahr haben wir uns viel vorgenommen!

Wie geht’s weiter in Leipzig?

Die Bienen sind in das Damwildgehege der Familie gezogen und dort soll es im nächsten Jahr voran gehen! Wir wollen im kommenden Jahr auf 30 Völker aufstocken. Das heißt im Winter werden Kreissäge und Akkuschrauber heiß laufen. Um das Gehege herum wollen wir Blühstreifen anlegen und am Tor wollen wir ein kleines Regal zur Selbstbedienung aufstellen. Dann könnt ihr zur Not auch Nachts um 03.00 Uhr euren Honighunger stillen. Außerdem wollen wir für euch neue Produkte an den Start bringen. Also bleibt gespannt, wir halten euch auf dem Laufenden!

Abseits der Imkerei

Mal abgesehen von den Bienen wollen wir lernen was es in der Damwildzucht zu lernen gibt, die Streuobstwiese im Gelände wieder auf Vordermann bringen und zusammen mit euch Feiern. Ende August planen wir die Saison zusammen mit euch bei einem kleinen Honigfest abzuschließen.

Bleibt fleißig & Bis Bald!

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Bienen mieten, Ihre Betriebsbienen!

Sie haben da mal etwas vom Bienensterben gehört und wollen aktiv werden, wissen aber nicht wie? Wir möchten Ihnen gern die Möglichkeit geben, noch dieses Jahr unsere Umwelt zu unterstützen! Bei uns können Sie ihre eigenen Bienen mieten! Ihre Betriebsbienen! Hilft der Umwelt und begeistert sowohl Kunden als auch Mitarbeiter!

Bienen mieten

…und so gehts! Wir stellen die Bienen bei Ihnen auf und übernehmen die Pflege der Völker, sodass Sie sich ausschließlich am Flugbetrieb der Bienen und dem Honig erfreuen können. Außerdem haben Sie die Möglichkeit Ihrer Belegschaft und Ihren Kunden im Rahmen von einem (mehr ist natürlich auch möglich) ausgewählten Termin, bei einem kleinen Fachvortrag, einen Blick in die Völker zu verschaffen. Am Ende vom Jahr wird dann geerntet! Von der Ernte bekommen Sie mindestens 20kg in Gläsern und mit Etiketten ihrer Wahl. Also das perfekte Geschenk für Mitarbeiter und Kunden.

Kurz:

  • Sie tun etwas Gutes für die Umwelt
  • Wir kümmern uns vollumfänglich um das Bienenvolk
  • Wir zeigen Ihnen, Ihrer Belegschaft und Ihren Kunden im Rahmen eines Vortrags am Bienenvolk dessen Inneres und erklären was im Volk vor sich geht
  • Sie bekommen mindestens 20kg Honig in Gläsern Ihrer Wahl mit Etiketten Ihrer Wahl

Und so erreichen Sie uns

Bei Interesse können Sie uns gern unter kontakt@honig-kuss.de oder unter 0173 370 75 06 erreichen. Wir suchen dann zusammen mit Ihnen einen geeigneten Standort auf ihrem Gelände und klären alles weitere im Gespräch! Werden Sie aktiv! Ihre Betriebsbienen freuen Sie auf Sie!

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Ableger bilden und Bienen vermehren

Die Vermehrung der Völker ist eine der zentralen Aufgaben der Imker. Durch Ableger können Verluste kompensiert und das Schwärmen der Völker verhindert werden. Davon abgesehen, bietet die Bildung von Ablegern die Möglichkeit effektiv gegen die Varroa vorzugehen. Auf Grund der gegebenen Relevanz des Themas, haben sich viele schlaue Köpfe mit der Bildung von Ablegern beschäftigt und verschiedene Methoden dafür entwickelt. Alle Methoden zielen darauf ab, die Brut und Bienenmasse der Bestandsvölker umzuverteilen.

Das Risiko bei der Vermehrung besteht darin, den Honigertrag des Bestandvolkes zu reduzieren oder den Ableger zu verlieren. Logisch, entnimmt man zu viel Brut und Bienen wird die Entwicklung des Bestandvolkes gedämpft, entnimmt man zu wenig, schafft es der Ableger vielleicht nicht. Bei ausreichend Futter stellt der zweite Punkt allerdings das kleinere Risiko dar. Meiner Meinung nach empfehlen sich daher Verfahren, die kleine aber dafür wiederholte Eingriffe in die Wirtschaftsvölker vorsehen. Im folgenden Text beschreibe ich daher zwei gängigen Verfahren der Ablegerbildung.

Grundlegend sollte man den Zeitpunkt der Ablegerbildung den eigenen Zielen unterordnen. Möchte man die Frühtracht mitnehmen, macht es Sinn nach dem ersten Abschleudern zwischen Mitte Mai und Mitte Juni die Ableger zu bilden. Zielt man eher auf die Spättracht ab, kann man zwischen Mitte April und Anfang Mai mit der Ablegerbildung starten.

Sammelbrutableger

Für einen Sammelbrutableger sollte man mindestens 4 Völker haben, aus denen man die Rahmen für den Ableger entnehmen kann. Die Methode des Sammelbrutablegers wird vor allem für die Königinnenzucht genutzt. Möchte man sich nicht mit der Königinenzucht beschäftigen, empfiehlt sich eher ein einfacher Ableger. Das Argument mit Sammelbrutablegern stärkere Völker als mit einfachen Ablegern zu schaffen scheint seit der Untersuchung von Dr. Pia Aumeier obsolet.
Brutableger werden gebildet, indem Bestandsvölkern Brutwaben mit ansitzenden Bienen, Stiften und verdeckelter Brut entnommen und zusammen mit zwei Futterwaben und einer „Wasserwabe“ in eine neue Zarge gesetzt werden. In den nächsten drei Wochen schlüpft die, zum Zeitpunkt der Ablegerbildung verdeckelte Brut und das Volk zieht sich aus den frischen Stiften eine neue Königin. Für die Königinnenzucht folgen dann noch ein paar weitere Schritte. Aber eins nach dem anderen!

Tag X

Aus Vier Wirtschaftsvölkern werden jeweils 1-2 Brutwaben mit ansitzenden Bienen entnommen. Die Brutwaben sollten zum Großteil aus verdeckelter Brut bestehen. Frische Stifte müssen unbedingt vorhanden sein und die Königin muss im Wirtschaftsvolk verbleiben! Zusammen mit 2 Futterwaben links und rechts und einer „Wasserwabe“ entsteht der Sammelbrutableger. Was meine ich mit „Wasserwabe“? Der Ableger hat kaum Flugbienen, verstellt man den Ableger nicht aus dem vorherigen Flugradius, hat der Ableger für einen kurzen Zeitraum keine Flugbienen die Flüssigkeit und neues Futter heranschaffen. Um dem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen, kann man eine ausgebaute Wabe in Wasser tauchen und dann ins Volk hängen.
Sollte kein Interesse an der Königinnenzucht bestehen ist man an der Stelle am Ende. Die Brut schlüpft nach und nach und das Volk zieht eine neue Königin heran. In den kommenden zwei bis drei Wochen sollte die Futtersituation überwacht werden. Hat man das Volk nicht verstellt macht es Sinn eine Futterzarge aufzusetzen. Nach 3 Wochen sollte die Königin in Eiablage sein.
Möchte man Königinnenzucht betreiben, sollte man sich an einen genauen Zeitplan halten.

Tag X+9

Neun Tage nachdem der Ableger zusammengestellt wurde, müssen alle Nachschaffungszellen aus den Waben gebrochen werden. Um Platz für den belarvten Zuchtrahmen zu schaffen entnehmen wir eine möglichst leere Brutewabe und setzen den Zuchtrahmen mittig ein. Die Bienen nehmen diesen an und versorgen die Zellen fortan, sodass neue Königinnen heranwachsen können.

Tag X+19

19 Tage nachdem der Ableger gebildet wurde, werden die einzelnen Königinnenzellen auf dem Brutrahmen verschult. Das bedeutet man schützt diese Zellen indem man sie in einen Käfig platziert. Die Königinnen werden so davon abgehalten sich gegenseitig zu töten.

Tag X+21

21 Tage nach der Ablegerbildung wird der Ableger in Begattungsvölker aufgeteilt. Die Begattungsvölker bekommen jeweils eine Brutwabe mit ansitzenden Bienen aus dem Ableger, eine Futterwabe und einen Rahmen mit Mittelwand. Bei dieser Umverteilung kann man gleichzeitig eine Milchsäurebehandlung durchführen. Die Völker sollten dann außerhalb des Flugradius aufgestellt werden. Das Flugloch sollte auf eine Bienenbreite eingeengt werden

Einfacher Ableger

Einfache Ableger können ab Ende April bis Mitte Juni gebildet werden. Je später es wird desto schwächer geht das Volk dann allerdings in den Winter.
Die Bildung eines einfachen Ablegers ähnelt dem letzten Schritt, den man bei einem Sammelbrutableger mit anschließender Königinnenzucht durchführt. Man entnimmt einem Volk eine (Dadant-)Brutwabe (oder mind. zwei DNM Brutwaben) mit verdeckelter und frischer Brut und eine Futterwabe, jeweils mit ansitzenden Bienen. Dazwischen hängt man eine Mittelwand. Das Volk sollte an einem anderen Standort, außerhalb des Flugradius, aufgestellt und das Flugloch auf eine Bienenbreite verengt werden. Hat man keinen zweiten Standort reicht es auch aus etwas mehr Bienen in den Ableger zu kehren und Zuckerlösung anzubieten, damit der anfängliche Mangel an Flugbienen kompensiert werden kann.
Das Volk zieht sich innerhalb der nächsten 21 Tage eine eigene Königin nach. In der Zwischenzeit kann man weiter Futter anbieten. 14 Tage nach der Bildung des Ablegers kann die Milchsäurebehandlung durchgeführt werden. Sonst ist nichts zu tun. Nach Tag 21 sollte kontrolliert werden ob sich die Königin im Volk in Eiablage befindet.

Quellen